Hirnstamm

rain Stem Eigentlich wollte ich das Hirnstammrätsel mit Bildern erklären. Letztlich habe ich dann diesen Vortrag gefunden, der perfekt dazu geeignet ist. Damit wird das Rätsel leichter. Die Hirnstammsyndrome sind am Ende der Präsentation. Ein Vortrag von Nabeel Kouka.
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Time matters

"T ime matters"  Wo sonst noch?

all for more ideas!

Time matters in Herpesencephalitis

ie Herpesencephalitis verläuft unbehandelt in
70% tödlich.

Es gibt eine gute Therapie, vorausgesetzt die Verdachtsdiagnose wird früh gestellt und sofort behandelt.


Durch rechtzeitigen Beginn mit Aciclovir läßt sich die Sterblichkeit auf  20% senken.

Time matters in Meningitis


wischen dem Beginn der Erstsymptome und der ersten medizinischen Kontaktaufnahme vergehen bei über 60% der Patienten oft mehr als 12 Stunden.

signifikanter Anstieg der Letalität wenn Antibiotikatherapie erst später als 3 Stunden
nach Krankenhausaufnahme begonnen wurde.

> 6 h Therapieverzögerung = 8-fach höheres Risiko zu versterben

Time matters in stroke

ie NNT der Lysetherapie beim Schlaganfall ist 
klar zeitabhängig:

Sie müssen 3 Patienten innerhalb 90 min, 
7 innerhalb  bis zu  3 Stunden,
14 innerhalb   3 und 4,5 Stunden
lysieren, um einen Patienten mehr in ein günstiges 
Behandlungsergebnis zu führen.

"nur 2-5% werden lysiert"

Time matters in TIA


        D as Schlaganfallrisiko nach einer TIA ist:
       
   10 % in den ersten 2 Tagen

        


                    

Time matters nach SAB

N ach  SAB:


Reblutung 4 % in 24 h,
dann 1-2% / Tag für 4 Wochen 
Kumulatives Risk  20 % / 2 Wochen , 
30 % / 1 Monat, 
40 % / 6 Monate

Bein > Arm ohne Gesicht

err P. kam mit einer plötzlich aufgetretenen Lähmung der rechten Körperhälfte. Auffallend war, dass das Gesicht nicht betroffen war, die Schwäche der rechten Hand hatte sich während des Transportes zurückgebildet, die Lähmung im Bein war jedoch komplett. Auffallend auch der Spontanbabinski im rechten Bein. Es bestand keine Gefühlsstörung. Neuropsychologisch schien Herr P. unauffällig zu sein, er war sich auch seiner Symptomatik voll bewusst. Im Anschluss an die Lysetherapie kam es zu keiner Besserung der Beinmotorik.

Wo ist die Ihrer Meinung nach die Läsion?

epileptischer Nystagmus


lötzlich war die Kopfwendung aufgetreten, unwillkürlich rotierte der Kopf nach links.
Die Attacke dauerte nur kurz, gefolgt von unwillkürlichen Bewegungen der linken Hand. Der Notarzt fand sie dann bewusstlos vor, auf Ansprache kam keine Reaktion, auf Schmerzreiz bewegte sie nur die rechte Körperhälfte. Auffallend war der Nystagmus der nach links schlug, intermittierend, irregulär.
Das Orakel: Nystagmus kommt im komatösen Patienten nicht vor, es sei denn der Patient hat einen Anfall. Das frontale Augenfeld ist ein großes Areal, wenn es ausfällt (Schlaganfall) schaut der Patient zum Herd, wenn aus ihm ein Anfall generiert wird, schaut der Patent vom Herd weg manchmal mit zuckenden Augenbewegungen "epileptischer Nystagmus"

"Schaut nach links-zuckt links (und ist anschließend links gelähmt)" = Anfall mit postiktaler Lähmung



  • Welche Frage stellt sich jetzt als nächstes?

Marylle 2000

Marylle feiert.
2000 Aufrufe, vielen Dank.
Die Idee war und ist, klinische Bilder zu präsentieren,
teils mit Geschichten, teils nur als Bild.
Als Mustersucher versuche ich klinisch komplexe Situationen zu vereinfachen,
wobei die Realität dann doch viel komplexer ist ;-)
In Notfallsituationen  kann Ihnen ein typisches Muster aber manchmal helfen.

Kommentare, Wünsche und Anregungen für die Zukunft sind willkommen.

 Marylle

kortikale Monoparesen

Das oberste Bild zeigt die Läsion, darunter 2 klinische Bilder die daraus resultieren können. Das erste (1) entspricht der kortikalen Fallhand die zur Radialisparese abzugrenzen ist. Da das Handareal kortikal sehr groß ist, kann diese Läsion entstehen ohne weitere motorische Ausfälle. Das zweite klinische Bild (2) ist aber auch möglich, es sieht jedoch wie eine Thalamushand aus. Die Finger sind im Grundgelenk extentiert, die Fingerendglieder sind deutlich  paretisch. Diese Läsion könnte etwas subkortikaler lokalisiert sein als die erste (=Vermutung). Klar ist, dass es sich um zwei unterschiedliche Manifestationen kleiner embolischer Ischämien im Handareal handelt, die kortikal oder nahe am Kortex lokalisiert sind. Orakel: "das Handareal ist gross, die Extensoren sind stärker betroffen und es muss nicht immer der Thalamus sein"

3 klinische Muster die sie als Notarzt erkennen können.

Lernziel eines Vortrages
zum Schlaganfall.

hoher Druck, niedrige Frequenz, komatös

Was ist geschehen?

Wie erklären Sie das EKG und den Blutdruck?

Call for ideas?

Mustererkennung

Als Notarzt erkennen sie hauptsächlich klinisch Muster, Sie haben keine Zeit zum langen nachgrübeln, besprechen und googeln. Wie bereits gelesen "Sie erkennen was Sie kennen", aber wie genau schauen Sie hin wenn die Zeit verrinnt?  Sehr Vertrautes wird dann verkannt. Sind Sie sich sicher...dass die Muster stimmen?

closed eyes

n rechtshemispheriellen Infarkten zeigen die Patienten oft eine Ptose bds. oder haben die Augen geschlossen.
Dies kann zu einer Fehleinschätzung der Vigilanz führen, diese Patienten sind nicht somnolent.
Das Orakel: "es gibt wache Menschen mit geschlossenen Augen"

Siehe auch: Ptosis in patients with hemispheric strokes 

Asystolie, eine Fragen-Antwort Situation (FAS)


65, männlich
Abklärung wegen Schluckstörung seit 2 Monaten.
Plötzlich bewußtlos.
Dieses EKG.

Was tun Sie JETZT?





Siehe auch: ERC guidelines

Karotisstenose



1 Million Deutsche haben eine 50% asymptomatische Karotisstenose. 
Eine 50% Stenose hat ein 1% Risiko / Jahr für einen Schlaganfall, 
aber eine 80% Stenose ein 1-5% Risiko / Jahr.
Bei der symptomatischen Karotisstenose besteht ein 10 % Rezidivrisiko im 1. Monat gefolgt 
    von 15% im   1. Jahr und 5% im 2. Jahr. Screening?

"No randomized clinical trials are available to support routine
screening, even in “at-risk” patients, but such studies along
with cost-effectiveness analyses would be helpful" sieh auch Circulation 2008

bereits auf dem Gang zu sehen

Der Notarzt kommt mit diesem Patienten. Was ist die mögliche Diagnose ?

Was erwarten Sie sich an anderen klinischen Zeichen?
Was tun Sie als nächstes?
Warum haben Sie wenig Zeit?
Brauchen Sie einen Reflexhammer?
Sollen Sie immer auf die Thrombozyten warten ?

siehe auchThrombos and stroke
siehe auch Stroke mimics
siehe auch Pitfalls in stroke

Wasserscheide

embolischer Infarkt im Handareal
Embolische Infarkte sind sehr oft in der Wasserscheide zwischen ACM und ACA lokalisiert. In dieser Region liegt auch das kortikale Handareal. Diese wichtige Funktion wurde ausgerechnet in die letzte Wiese zwischen Media-und Anteriorterritorium gelegt. Ist das ein Fehler der Natur? Warum bleiben an dieser Stelle die Embolie "liegen" oder werden sie hineingesogen?
Versuchen Sie eine Erklärung zu finden.





Siehe auch: The Lancet Neurology

Siehe auch: Archieves of Neurology

SAB

SAB
10-15 % der SAB Patienten versterben prähospital. Vermutlich spielen hier    kardiale Ursachen "Stresscardiomyopathy" eine wichtige Rolle.
 5% versterben am 1.Tag durch die Nachblutung.
 Insgesamt ist die 30 Tages Mortalität 45-50%.
 Time matters

die Ameise

"It is certain that there may be extraordinary activity with an extreme small absolute mass of nervous matter, thus the wonderfully diversified instincts, mental powers, and affections of ants are notorious, yet theire cerebral ganglia are not so large as the quarter of a small pin`s head. Under this point of view, the brain of an ant is one of the most marvellous atoms of matter in the world, perhaps more so than the brain of man

Charles Darwin, "The Descent of man"

sieh auch Google Books, Seite 51


Vestibulo-okuläre Reflex

Der Vestibulo-okuläre Reflex (a) wurde ihnen mitgegeben um bei Kopfbewegungen das Blickziel zu stabilisieren und ruhig im Blick (Retina) zu halten. Er ist ein 3 Neuronenreflex und 8ms schnell . Um aber bewegte Gegenstände im Blick zu halten, haben Sie ein sehr unterentwickeltes Tool bekommen (b), das mit 75 ms zu langsam ist für rasche Attacken. Somit wurden Sie nie für Nahkampf, sondern für das Anpirschen von hinten gemacht. Dies entspricht ohnehin  der menschlichen Mentalität besser.
Für die Fliege jedoch gelten andere günstigere Zahlen. Als Beute muss sie reagieren. Eigenartig ist, dass sie im Video keine Bedrohung von unten erwartet. Wahrscheinlich sieht sie nur unbedrohliches Licht. 

















Sabixta

Hand

Was führt zu dieser Handstellung?

Call for much more ideas!

Sabixta

das soziale Netz

In der Zeit großer Feiertage kommen viele Menschen auch aufgrund von Einsamkeit ins Krankenhaus. An diesem Tag war das Orakel fleißig beschäftigt, die kleinen körperlichen und großen seelischen Probleme zu erraten. 

Der junge Mann erklärte dass er zum Frühstück das Glas plötzlich nicht mehr halten konnte und dann beide Arme schwach geworden wären. Zudem hatte er leichte Nackenschmerzen. Aktuell war alles vorbei nur der Nackenschmerz war noch vorhanden. Prinzipiell hätte ich gerne eine spinale Bildgebung gefahren, eine konkrete sinnvolle Fragestellung fiel mir aber nicht ein (ohne Idee). Der Mann hatte immerhin ein Sektfrühstück gegen die Notaufnahme getauscht (=hohe Glaubwürdigkeit). Es gibt  für das Orakel zwei Reaktionsmuster in entsprechender  Situation in dene sie ohne Idee sind: Sie rufen alle möglichen Ärzte an und schildern ihre Ahnungslosigkeit -Hobbyfunker mit perseverierenden Warum-Fragen (=ihr gutes Recht). Der zweite Weg liegt darin, dass sie ein Feld um sich erzeugen können, das in einen schwierigen (sie nennen es dann"interessanten") Fall involviert wird und ihnen "beim Denken" hilft. Die Warum-Fragen stellen dann die anderen. Gratulation sie sind ein Netzwerker. Als Netzwerker nutzen sie die gemeinsamen Abendessen/Kaffetrinken mit den Kollegen und involvieren sie freundlich in ihrer Problematik.Meist findet sich so eine gemeinsame Lösung. Als Hobbyfunker jedoch, sind sie viel zu beschäftigt um ihr Netzwerk zu pflegen, wie könnten sie auch wenn so viel Arbeit noch unerledigt ist. Ein guter Arzt muss immer.... eine Frontlinie bewachen.....auch noch am nächsten Tag....und telefonieren...
In diesem Fall war ich überzeugt dass nichts besonderes vorlag (Cervicalgie..), aber andere Kollegen wollten eine Gefäßuntersuchung. Der zur Darstellung kommende Vertebralisverschluss hatte kurzzeitig zu einer spinalen Ischämie geführt, wobei die Vertebralis am Abgang disseziert war und im gesamten Verlauf kein Fluss mehr kam.

Vasculatur im hinteren Kreislauf

Bei lateralen medullären Infarkten sieht man häufiger Vertebralispathologien (67% von 123 Pat., Kim 2003) als isolierte PICA Beteiligung (10%). Die distale Vertebralis wäre sonographisch beurteilbar, eine Pathologie kann jedoch in der Akutsituation nur ein- nicht aber ausgeschlossen werden. Dabei sind lokal thrombotische Verschlüsse bei der Vertebralis häufiger als Dissektionen gefolgt von Embolien, dies ist jedoch deutlich abhängig vom Alter. Die lateralen medullären Äste kommen direkt aus dem V4 Segment der Vertebralis, durch die Nähe zur PICA sind diese Gefässe oft gemeinsam betroffen. 




die dorso-laterale Medulla

Woher kommt der Schluckauf ?

SIEHE AUCH: Park, JNNP 2005

looks like "when we were young"

Wenn sie jung sind zeigen sie beim gehen deutliche Schwankbewegungen des Oberkörpers.

Teils ist dieser Lateral  sway durch ihre Kopfhörer verursacht teils durch ihr eigenes Temperament "alles ist möglich".

Viel später kommt dieser Gang unter Umständen wieder auf sie zu doch dann ist "vieles schwer".

Was glauben sie hat ein 70 jähriger Patient der den Oberkörper beim
gehen nach links neigt um nicht nach rechts zu fallen, während er hauptsächlich unter Schluckauf leidet?

Wo Ist ihrer Meinung nach die Läsion?

"fällt und hixt"



Frage

Was glauben Sie wird hier dargestellt?

Thrombolyse Level 3

 Die intraarterielle Behandlung proximaler

Verschlüsse der A. cerebri media mit einem

Plasminogenaktivator führt innerhalb eines 6-

Stunden-Zeitfensters zu einer signifikanten

Verbesserung des Outcome und kann als

individueller Heilversuch durchgeführt werden.

zum You Tube Video "Intra arterielle Lyse"



zum Schwindel

Liebe Frau Doktor,

An was erinnert Sie das?


zu den Schwindel-DGN-Leitlinien


Marylle

Lyse a`la Marylle

Nur 5 % aller Schlaganfälle werden lysiert.

Warum eigentlich ?

Der Ablauf wäre einfach!


Warum sollte es länger dauern?      Leitlinien zur Akuttherapie-Schlaganfall


Basilaris

   Sie war 70 Jahre alt mit normalem Puls und Blutdruck. Laut Rettung bestand während des Transportes eine Hemiparese rechts.
Den ganzen Tag über hatte sie Doppelbilder und Schwindel und über eine Hörstörung geklagt. Doch dann wurde sie bewusstlos. In der Untersuchung bestanden Streckeschablonen, wechselnde Optomotorikstörungen und beidseits positive Babinskis.
In der CTA war die Basilaris ab dem mittleren Abschnitt verschlossen.
Nach Beginn mit intravenöser Lyse wurde eine interventionelle Angiographie mit lokaler Lyse begonnen.
Das Orakel meinte: dass die fluktuierende Hirnstamm Symptomatik typisch für die Basilaris Thrombose sei.
Die vertikale Optomotorikstörung kommt aus dem hinteren Mesencephalon und die Bewußtlosigkeit kann bei bithalamischen Infarkten (tip of basilaris) auftreten. Eine horizontale Blickparese kommt durch Schädigung der parapontinen Formatio retikularis zustande.
Mr. Evidence: Bei fluktuierendem Beginn kann das Zeitfenster für die intraarterielle Lysetherapie bis zu 12 Stunden betragen Nach einer Komadauer von mehr als 4 Stunden ist in der Regel aber kein günstiges mehr Outcome zu erwarten. Sofern eine intraarterielle Thrombolysetherapie nicht zeitnah durchgeführt werden kann, stellt die intravenöse Lysetherapie mit rt-PA eine möglicherweise sogar gleichwertige Behandlungsalternative dar.

Bewusstlosigkeit + Augensymptome + Streckschablonen + positive Babinskis = Verdacht auf distale Basilaristhrombose

Thrombolyse Level 2

 Während sie in Thrombolyse Therapie Level 1 hauptsächlich Koordinator der Abläufe waren, greifen sie in Level 2 unter Zeitdruck in das Geschehen ein, indem sie die Gefäßsituation der Karotis und Media beurteilen. Dazu verwenden sie den Ultraschall. Karotis offen/zu, Media offen/zu, Kollateralen?, bereits rekanalisiert?, low-flow Media bei Karotisverschluss?, Mediastenose?, hochgradige Karotisstenose?... All diese Fragestellungen führen zu unterschiedlichen Prognosen und können ihr weiteres Management beeinflussen. Auf keinen Fall jedoch, soll dieser Zugang das Management verlängern. Sie haben noch ausreichend Zeit für Ultraschall im Anschluss an die Lyse.  

Sind Sie wirklich mit allem einverstanden was Sie da lesen (Blase, Herz....) ?

Thrombolyse Level 1

  Entsprechend der DGN Leitlinien, soll ein Patient mit einem Schlaganfall, innerhalb von 10 min vom Arzt gesehen werden, die Computertomographie sollte 25 min nach Eintreffen beginnen und das Ergebnis spätestens 20 min danach vorliegen. Die Behandlung soll innerhalb 1 h eingeleitet werden. Meiner Meinung nach dauert 1 h zu lange : In jeder Minute nach dem Schlaganfall sterben 1,9 Millionen Nervenzellen, 14 Milliarden Synapsen und 12 km Nervenfasern ab. Insgesamt altert der Patient pro Minute um drei Wochen. Time is brain.

Dissektion

 Gefäßdissektionen können isoliert mit Schmerzen symptomatisch werden. Diese Schmerzen zeigen keine typische Charakteristik. Meist ist die occipitale  und periorbitale Region  betroffen, die Schmerzen können jedoch auch diffus lokalisiert sein. Auch untypische Manifestationen wie: bilaterale Schmerzen, intermittierende Schmerzen sowie Thunderclap headache sind möglich. Bei nicht permanenter Verfügbarkeit der MRT (T1 gewichtete fettsupprimierte Sequenzen) können Patienten die nur lokale Schmerzen beschreiben übersehen werden. Selbst die MRT kann in den ersten Tagen diagnostische Schwierigkeiten bereiten, da das Wandhämatom noch isotens zur Darstellung kommt. Leider ist die leichter verfügbare Duplexsonographie als Screeningsmethode wenig zuverlässig bei einer Sensitivität von 69 % bis 95 % (noch geringer bei Vertebralis Dissektionen). Es können sonographisch vor allem indirekte Zeichen (Hämodynamik) der Dissektion nachgewiesen werden, spezifische Befunde (Wandhämatom) sind seltener. Damit kann der Ultraschall die Dissektionen nur einschließen jedoch nicht ausschließen.  Leider folgen den lokalen Schmerzen meist innerhalb einer Woche ischämisch Insulte. Das Orakel meint: dass die Schmerzen meist anhaltend sind und vor allem als therapieresistent beschrieben werden.

Pain as the only symptom of cervical artery dissection. M Arnold JNNP 2006

Wir würden hierzu gerne ihre Meinung hören.
  • Was ist für Sie typisch hinweisend für einen Dissektionsschmerz (ohne weitere Symptome)?
  • Warum kommte es nach Karotisoperation (Eversionsendarterektomie) nach Durchtrennung der Karotis (wird dann weider angenäht) nie zu einem Horner. mögliche Antwort: weil der Sympathikus gar nicht im Bereich des Karotisbulbus auf der Karotis ziehr sondern viel schädelbasisnäher?

Reanimation in diesem Rythmus

Sie haben den Schwimmkurs, den Fahrkurs, den Tanzkurs und kürzlich den Notarztkurs absolviert. Wie gut können sie noch tanzen? Alles was sie nicht ständig üben verschwindet in ihrer Erinnerung. Verzweifelt versuchen sie jetzt den Notfall-Algorithmus im Kopf zu behalten, dazu eine kleine Hilfe meinerseits: Immer wenn sie in diesem Video keine Musik hören wird das Gehirn nicht perfundiert (=durchblutet). Ihre Funktion ist es die Herzaktion wiederherzustellen, mögliche behandelbare Ursachen (Hyperkaliämie..) zu beheben aber für die Prognose des Patienten ist das Gehirn (und seine Perfusion) ausschlaggebend. Somit reanimieren sie ein Gehirn. Der Rhythmus ist  plötzlich wieder da aber das Gehirn funktioniert dann nicht ebenso plötzlich, sondern ist  nach wenigen Minuten Ischämiezeit irreversibel zerstört. 
Zum Video: Der Patent liegt bewusstlos am Boden, sie sprechen ihn an und schauen nach Lebenszeichen (keine Musik), sofort schreien sie nach Hilfe und dem Defi, und beginnen mit der Reanimation (30 Kompressionen, 2 Atemspenden), der Rhythmus der Thorax Kompressionen liegt bei 100/min und entspricht dieser Musik ("An other one bites the dust" von Queen). Die Atemspende soll zu keiner Verzögerung führen und wenn Sie sie sie nicht durchführen können, die Kompressionen sind viel wichtiger . Die Performance die Sie durch Kompressionen erreichen ist mäßig, der mittlere arterielle Druck in der Karotis liegt bei schwachen 40 mm Hg, das Hirn ist 80-100 mm Hg gewohnt. Sie habe jetzt 5 mal 30:2 gespielt, zwischenzeitlich wurden die Defi-pads geklebt und wir können den Rhythmus analysieren. Im Anschluss an die Rhythmus Kontrolle mit evt. Defibrilation wird sofort weiter reanimiert. Sie halten sich nicht auf mit mystischen Puls-fühl-Aktionen, Intubation oder anderen Manövern in denen "die Musik nicht spielt". Wenn sie später den Algorithmus vergessen haben, "wann ist das erste Adrenalin nötig?", "wann kommt das erste Amiodaron?" dann erinnern Sie sich bitte an Queen und dass Sie die Musik  sind welche die Prognose bestimmt. Singen sie nicht mit.

Siehe auch: ERC guidelines

Apnoetauchen

Während wir nur 45 s bis 1 min die Luft anhalten können, gelingt es Ihnen als Apnoe-taucher viele Minuten lang (Rekord: 11:35 min). Für den Atem Reiz ist nicht der Sauerstoff-Partialdruck sondern der Kohlendioxidgehalt des Blutes verantwortlich. Durch bewusste Hyperventilation haben sie den Kohlendioxidgehalt im Blut gesenkt und können jetzt in der Tiefe den Atem Reiz hinauszögern. Sinkt der Sauerstoff-Parzialdruck aber unter eine individuelle Grenze werden sie ohnmächtig egal ob der Atemreiz schon einsetzte. In der Tiefe führt der Druck Unterschied zunächst zu Schmerzen im Ohr, auch die Kieferhöhlen beginnen Ihnen weh zu tun so dass sie einen Druckausgleich (Pressen) durchführen müssen. Leider sind ab einer Tiefe von 25-30 m Ihre Lungenlappen auf das Volumen wie-bei-maximalem -Ausatmen komprimiert , doch durch ihr Training haben sie eine weitaus größere Lungenkapazität erworben. Ihre Limts verschieben ich also. Weiters haben sie die Elastizität ihres Brustkorb und die Muskulatur des Thorax durch spezielle Übungen trainiert. Doch heute hatte der Ehrgeiz sie zu tief und zu lang im Wasser gehalten. Sie werden knapp vor Erreichen der Wasseroberfläche ohnmächtig und ertrinken beinahe. Beim Auftauchen vollführt ihr Körper einen Tanz der „Samba“ genannt wird, es schüttelt sie am ganzen Körper. Diese Myoklonien, sehen jenen nach Reanimation oder auch nach konvulsiven Synkopen ähnlich. Das Orakel vermutet dass sie stets nach der Bewusstlosigkeit auftreten und Reizsymptome aus dem Hirnstamm darstellen welcher weniger hypoxie-gefährdet ist. Während der Mensch also nur wenige Sekunden ohne cerebraler Perfusion leben kann ohne bewusstlos zu werden, haben sie uns gerade gezeigt dass man sehr viele Minuten die Luft anhalten kann (nach Training) bis letztendlich dieselben Mechanismen (Ohnmacht, Myklonien) stattfinden. Heute haben sie ihren persönlichen Rekord unterboten und noch einmal Glück gehabt.

SIEH AUCH: Samba auf You Tube

es zuckt auch bei Synkopen


Was würden Sie sehen? Bewußtlos. Der Kopf fällt nach vorne, die Augen bleiben geöffnet, die Bulbi nach oben, die Pupillen sofort weit (Sympathikus). Der Kopf wird jetzt gestreckt, die Arme werden gebeugt, die Beine gestreckt, jetzt strecken sich auch die Arme dann erschlafft alles. Jetzt beginnt der ganze Körper unrhythmische zu Zittern/Zucken, Dauer: Sekunden. Der Sturz zu Boden kann schlaff   oder wie ein Brett (siehe Video auf You Tube)(siehe Video auf You Tube) mit möglicher Verletzung auftreten.Es besteht eine ein-minütige Asytolie. Die Bewusstlosigkeit entsteht durch die Hypoperfusion und nicht durch den Sauerstoffmangel. Sie können ja auch, wenn sie es trainieren, viele Minuten die Luft anhalten aber nur wenige Sekunden den Würgegriff ihres Selbstverteidigungstrainers durchhalten. Die Bewegungs-Schablonen könnten als Beuge-Streck und Streck-Strecksynergismen im Sinne des Verlustes der kortikalen Kontrolle über den Hirnstamm interpretiert werden. Ob die Myoklonien kortikal oder aus dem hirnstamm generiert werden, weiß ich nicht. Trotz ein- minütiger Asystolie war er rasch reorientiert nachdem der Sinusrythmus von selbst wieder kam. Die Ursache war ein AV-Block 3.Grades mit kardiogener Synkope. Er hatte in den letzten fünf Jahren sieben Episoden mit Bewusstlosigkeit, Verletzung des Kopfes und einmal Verkehrsunfall erlebt. Mr. Evidenz erklärte dem Patient schonend dass ein Schrittmacher implantiert werden sollte. Das Orakel: "es zuckt auch bei Synkopen und nicht nur bei Anfällen". Nie treten die Myoklonien vor der Bewusstlosigkeit auf. Im Gegensatz zum epileptischen Anfall ist die Reorientierung bei Synkopen sehr rasch. Tatsächlich wird es ihnen nur schwer gelingen die Reihenfolge der motorischen Abläufe, sowie die Dauer des Geschehens richtig einzuschätzen sollten sie Zeuge einer Synkope werden, dies ergaben Befragungen von Zeugen.

maladie des genoux bleus


Die ältere Dame war über die Unfall-Ambulanz gekommen, da sie gestürzt war. Der Sturz war ohne Bewusstseinsstörung" aus heiterem Himmel" aufgetreten. Sie schilderte rezidivierende Stürze, wobei sie nie bewusstlos wurde und auch keine weiteren Symptome des hinteren Kreislaufes auftraten. Infolge hatte sie oft blaue Knie und blaue Fingergelenke. Die Ursache dieser "Erkrankung der blauen Knie, maladie des genoux bleus" ist ein plötzlicher Tonusverlust der Extremitäten. Stellen Sie sich vor sie sinken wie ein nasser Sack zu Boden, dann werden sie mit den Knien und Fingergelenken dort unten aufschlagen. Wie dieser Tonusverlust zustandekommt, ob Durchblutungsstörungen im Hirnstamm, epileptische Anfälle oder auch eine Innenohrerkrankung (Turmarkinsch Krise) verantwortlich sind sollte abgeklärt werden. Meistens fanden wir keine Ursache. Das Orakel wollte sichergehen, dass keine kardiologische/rythmogene Erkrankung vorlag, da bei kardiogenen Synkopen eine hohe Mortalität besteht und die Bewusstseinsstörung welche typisch für Synkopen ist, "bei älteren Menschen" aus dem Gespräch nicht immer klar ausgeschlossen werden kann. Mr. Evidenz meinte dass es zur Diagnose "drop attacks" noch keine Evidenz gibt.

Herz-Hirn-Darm

Die Patientin, 50, war plötzlich blind geworden. Sie selbst war sich ihrer Blindheit nicht bewusst (Anton Syndrom). Die bilateralen Posteriorinfarkte demarkieren sich bereits in der CT-Bildgebung. Wir vermuteten eine kardioembolische Ätiologie bei Hinterwandinfarkt im EKG. In der transthorakalen Echokardiographie kam dann eine Mitralklappenendokarditis zur Darstellung welche embolisch gestreut hatte (rechte Koronararterie, Hirn, Nieren, Milz und kutan). Auffallend waren vergrößerte Lymphknoten, welche in der Biopsie einer Lymphknotenmetastase eines Adenokarzinoms entsprachen. Mr. Evidence erklärte dass es eine Nichtbakterielle-thrombotische-Endokarditis im Sinne einer malignominduzierten Hyperkoagulabilität gibt (vor allem bei muzinproduzierende Adeno CA des GIT und Lungen CA). Diese Form der Endokarditis ist die einzige die man mit Heparin behandeln kann, welches ansonsten bei infektiöser Endokarditis kontraindiziert ist wegen der Gefahr der zerebralen Einblutung. Das Orakel lag leider richtig, der Verlauf war ungünstig.

Held

Sie werden sehr selten ein Held in der Neurologie sein. Stellen Sie sich trotzdem vor, sie bekommen einen Telefonanruf. Ein Mensch schildert in einen unerträglichen Drehschwindel, den er vor allem beim zu-Bett-gehen, in der Frühe nach-dem-aufstehen oder wenn er das Marmeladeglas vom oberen Regal herunter holen will, für kurze Daur, erlebt (also bei bestimmten Kopf/Körperbewegungen). Genüsslich lehnen sie sich in ihrem Spanholzsessel zurück.  Sie werden den Patienten heute noch lagern und ihn von seinem  Benignem paroxysmalem Lagerungsschwindel des hinteren (posterioren) Bogenganges befreien (Lagerungsmanöver nach Semont und Epley). Bitte geben Sie dem Patienten nicht diese Übungen mit nach Hause, bei denen er sich wie ein Pendel im Bett hin und her werfen soll bis der Schwindel von selbst verschwindet, während alle die zusehen lachen. Befreien Sie ihn selbst. Mr. Evidenz: Ohne Befreiungsmanöver beträgt die mittlere Zeit bis zur spontanen Remission circa 40 Tage. Bei Lagerung durch Sie: bereits nach der ersten Lagerung werden 50 % der Patienten beschwerdefrei, nach der dritten Lagerung bis zu 98 %. Also, es klappt.

Zittern nach der Autofahrt

Herr P., 65, berichtete dass er im Anschluss an lange Autofahrten, insbesondere nach dem Aufstehen, mit der rechten Hand unwillkürlich zu zittern begann und er den Schlüssel nicht mehr in das Schloss führen konnte. Nach 30sec waren diese Beschwerden wieder vorüber. Er schilderte auch rezidivierende Sehstörungen am linken Auge für die Dauer von circa 15 s. Die Beschwerden bestanden seit einem halben Jahr und besserten sich nicht. Das Zittern der Hand war grob und ohne Rhythmik. Das Orakel meinte das es sich um eine Karotis-TIA mit Amaurosis fugax des linken Auges und limb-shaking der rechten oberen Extremität handelt. Während die Amaurosis fugax (Sehstörungen an einem Auge durch retinale Durchblutungs Störung) sehr bekannt ist, muss nach" Zittern der Hand "konkret gefragt werden. Hierbei handelt es sich um keine Anfallssymptomatik, es gibt keine anfallsartige Ausbreitung der motorischen Symptome (Jackson march) und bis dato wurden keine Symptome das Gesicht betreffend je beschrieben. Die Symptome sind hämodynamisch durch die Minderperfusion im Bereich der Wasserscheide zwischen dem Territorium der ACM und ACA, indem das Handareal lokalisiert ist, durch eine hochgradige Karotispathologie, bedingt. Zusätzlich wird die Symptomatik durch Orthostase zum Beispiel beim Aufstehen nach langem Sitzen ausgelöst. Der genaue Pathomechanismus dieser Bewegungsstörung ist jedoch nicht bekannt. Sonographisch bestätigte sich der klinische Verdacht, die Karotis interna war jedoch bereits verschlossen. Mr. Evidenz meinte dass die Mehrzahl der Karotisstenosen embolisch symptomatisch werden. Dieser Patient zeigte hierzu  eine Ausnahme im Sinne einer hämodynamischen Karotis TIA.

wenig Symptome - grosse Gefahr

Die leichte Gangunsicherheit und der Schwindel waren Herrn P., 44, zunächst etwas peinlich. Darauf angesprochen zu werden ob er betrunken sei, irritierte ihn. Ihm fiel auch auf, dass die rechte Hand unkoordiniert und unsicher (dysmetrisch) in der Motorik war. Im Finger-Naseversuch zeigte er deutlich am Ziel vorbei. Die Ehefrau bemerkte vorallem die Heiserkeit. Die geringe Ptose re war kaum sichtbar. Darauf angesprochen bestätigte Herr P leichte Nacken/Kopfschmerzenschmerzen rechtsseitig. Das Orakel meinte dass der Schwindel bei Kleinhirninfarkte oft als diffuser Schwindel und weniger als vestibulärer "gerichteter" Schwindel beschrieben wird. Der Gang war breitbeinig-ataktisch mit Fallneigung zur betroffenen Seite. Herr P. zeigte in der Bildgebung einen PICA-Infarkt re bei Vertebralisdissektion re im V4 Segment. Die Heiserkeit und das Horner-Syndrom zeigten die Mitbeteiligung des Hirnstammes an (dorsolaterale Medulla oblongata re). Mr. Evidenz meinte, dass Kleinhirninfarkte ein bis vier Tage nach Initialereignis raumfordernd werden können, mit zunehmender Bewusstlosigkeit, Doppelbilder, und Schluckauf als Warnsymptome. Die Pupillenstörung bei Raumforderung ist schwer beurteilbar, da sie nicht typischerweise mit einer weiten Pupille "als Druckzeichen" einhergehen muss. Bei einer Mortalität von 80 % ohne Operation kann diese durch eine Dekompression auf 30 % gesenkt werden, selbst wenn der Patient zum Zeitpunkt der Operation bereits komatös ist. Wann der optimale Zeitpunkt jedoch für eine Operation gekommen ist wird seit Jahren diskutiert. Herr P. wurde an der Schlaganfalleinheit fünf Tage überwacht, alles lief gut. Das Orakel: wenn die Initialphase gut überstanden wird sind Kleinhirninfarkte prognostische günstig, denn obwohl das Kleinhirn mit zahlreichen Bahnen an allen motorischen Plänen des Großhirns und an allen spinalen Eingänge beteiligt ist, kann man letztlich gut ohne Kleinhirn leben. 

Marylle im Cafe

Während wir im Café saßen kam ein Mann vorbei. Er war am Weg zur Kirche und sein linker Arm führte abnorme Bewegungen durch, welche offensichtlich unwillkürlich auftraten. Zwischenzeitlich hielt er die Hand in einer fixierten dystonen Haltung am Rücken. Mr. Evidenz erklärte mir das bei lateralen Thalamusinfarkten die typisch sensorischen Halbseitensymptome oft mit abnormen Bewegungs verbunden sind. Dies kommt durch die Unterbrechung extrapyramdaler- und cerebellärer Bahnen im lateralen Thalamus zustande. Zerebelläre Hemiataxie, Stand und Gangunsicherheit "thalamic astasia" sowie Hemidystonie und Unruhebewegungen der Hand können sich erst einige Wochen nach dem Infarkt entwickeln. Die Handhaltung des alten Mannes hat viele schöne Namen " Thalamic syndrome of Dejerine &Roussey" oder auch "La main thalamic", hervorgerufen durch einen lateralen Thalamus Infarkt der Arterie thalamogeniculata welche vom P2 Segment der Arteria cerebri posteriro entspringt. Bei diesen Patienten mit lateralen Thalamussyndromen bleibt im Gegensatz zu medialen Thalamusinfarkten  die Kognition intakt.

Hypersomnie

Nach Verschluss der Basilarisspitze zeigte Herr P. noch eine vertikale Optomotorikstörung. Durch die rasche Rekanalisation waren die motorischen Symptome jedoch vollständig reversibel. Die bithalamischen Infarkte wurden erst auf Station als deutliche Behinderung wahrgenommen. Der Patient zeigte eine Hypersomnie mit Schlaf bis > 20 h pro Tag. Dabei erschien das Schlafmuster physiologisch mit normaler Atmung, normaler Körperhaltung und raschem Erwecken durch äußere Reize. Mr. Evidenz meinte das Patienten mit unilateralen paramedianen Thalamusinfarkten nur geringe transiente Hypersomnie zeigen, während bilaterale Infarkte diesbezüglich Monate bis Jahre symptomatisch bleiben können. Diesbezüglich besonders beeinträchtigen sind Infarkte der thalamoperforierenden Äste (thalamic-subthalamic arteries) aus dem P1 Segment der ACP welche zu Hypersomnie, supranucleärer Blickparese und korsakov-like-amnesia führen können.

Horner in der Dunkelheit

Es begann mit Nackenschmerzen. Zunächst waren es " ähnliche Beschwerden wie ich sie schon von früher gekannt habe ". Nach einigen Tagen wurden diese Beschwerden auch auf Schmerzmittel nicht besser. Den Freunden war die geringe Liedspaltendifferenz rechtsseitig aufgefallen. Eine Pupillendifferenz konnte bei normalem Licht nicht sicher beobachtet werden.
Das Orakel meinte: die Pupillendifferenz beim Horner-Syndrom sieht man besser in der Dunkelheit. Hier wird die gesunde Seite weit und die pathologische bleibt deutlich enger. Bei hellem Licht verschwindet dieser Unterschied. Mr. Evidenz meinte: dass Dissektionen 25 % der Schlaganfälle bei jungen Menschen verursachen. Meist bestehen lokalen Schmerzen, ein Horner-Syndrom und auch weitere Hirnnervenausfälle (z.B.: Hypoglossusparese). Schlaganfälle treten oft verzögert auf (80 % innerhalb der ersten Woche). Die Rezidivrate beträgt immerhin 20 % in vier Wochen und betrifft oft mehrere Halsgefässe gleichzeitig.
Unser Patient hatte eine Dissektionen der Karotis interna mit Hornersyndrom ohne Schlaganfall. Nach sechsmonatiger Antikoagulation zeigte das Gefäß in der MR-Angiographie wieder einen normalen Befund.

Doppellumen und kein Druck

Herr P., 58 Jahre alt, war zusammengebrochen und entwickelte eine Bewusstseinsstörung. Auffallend vor Intubation war der niedrige Blutdruck (70/50 mm HG) und im EKG ein Linksschenkelblock. Es gab keine Anamnese.
Frau F., 50 Jahre alt wurde als Schlaganfall mit Hemiparese rechts und Aphasie angekündigt. Während des Transportes wurde sie bewusstlos. Auch sie zeigte einen niedrigen Blutdruck (80/60 mm HG).
Das Orakel meinte bezüglich der Frau dass ein ischämischer Mediainfarkt nicht während des Transportes bewusstlos wird, und somit eher eine Blutung zu vermuten sei. Das Orakel war bei beiden Patienten auf Grund des niedrigen Blutdruckes deutlich alarmiert." Neurologische Patienten haben meist einen hohen Blutdruck". Die Patientin war im Lysefenster und wäre bei unauffälligen CT auch lysiert worden. Bei beiden Patienten zeigte der Ultraschall jedoch ein Doppellumen in der Karotis communis.
Das Orakel:" ein Doppellumen in der Karotis communis (= Dissektion der Karotis communis) ist hinweisend für eine Aortendissektion".
Mr. Evidenz: "neurologischen Symptome bei Aortendissektionen sind nicht selten (30 %). Dabei werden 50 % mit Schlaganfällen (meist rechtsmeisphärisch) symptomatisch. Diese Patienten können ihre Brust Schmerzen nicht mehr mitteilen und sind gefährdet durch eine Lysetherapie. Eine Beteiligungs der supraaortalen Gefäss kommt in 40-60 % der Aortendissektionen vor und kann sonographisch rasch diagnostiziert werden".


Common Carotid Dissection.A Sign of Emergency. Circulation 2007