siehe auch: Wermer 2007
siehe auch Toshihiro 2009
siehe auch: Makoto2010
Migraene & Aneurysma
F rank, 30 jährig, kam wegen der ihm bekannten halbseitigen pulsierenden Kopfschmerzen, welche seit dem 16. Lebensjahr bestanden, einmal pro Monat auftraten und gelegentlich mit Sehstörungen verbunden waren. Neu war eine einmalige Episode mit Sprachstörung im Rahmen der visuellen Aura.
In der durchgeführten Bildgebung mittels MRT und MRA zeigte sich ein 3 mm großes Mediabifurkationsaneurysma links.
Weiteres Procedere?
In der durchgeführten Bildgebung mittels MRT und MRA zeigte sich ein 3 mm großes Mediabifurkationsaneurysma links.
Weiteres Procedere?
Migraene & Cavernom
F rank, 30 jährig, kam wegen der ihm bekannten halbseitigen pulsierenden Kopfschmerzen, welche seit dem 16. Lebensjahr bestanden, einmal pro Monat auftraten und gelegentlich mit Sehstörungen verbunden waren. Neu war eine einmalige Episode mit Sprachstörung im Rahmen der visuellen Aura. In der durchgeführten Bildgebung mittels MRT zeigte sich ein Cavernom (ca. 1cm) frontoparietal links mit Hämosiderinrand ohne begleitendes Ödem.
- Orakel: "Keine Blutung, keine weiteren bildgebenden Kontrollen da keine Konsequenz ableitbar ist".
Einverstanden?
siehe auch Rustam Al-Shahi Salman 2008
siehe auch Batra 2009
Extrawork for stroke
B ei Schlaganfall und niederem Druck = Cave!Sono-workup ala xmarylle (kein offizielles Protokoll)
Siehe auch: Cardiac workup of ischemic stroke
Wenn der Monitor mit Ihnen spricht
H err A., 69 jährig, kam mit einer plötzlich aufgetretenen Hemiparese links im Lyse-Fenster zu uns. Trotz der vorwiegend rechts hemispherischen Symptomatik war der Patient aphatisch. Bei Hemiparese links und Aphasie wurden zwei Herde (embolisch) oder eine Linkshändigkeit vermutet. Das Labor war unauffällig, es bestanden keine Entzündungszeichen. Es fand sich kein Zungenbiss, kein Hinweis für ein Anfallsgeschehen. Auffallend am Monitor war der niedrige Blutdruck 100/60 mm Hg und die Tachykardie 140-160/min. Der Patient war motorisch sehr unruhig, die Pupillen auffallend weit. Er war stark gestresst. Es wurde bei sonographisch voller Blase ein Blasenkatheter gelegt, welcher zu keiner Besserung führte. Nach Dormicum Vendal kam es zu einer geringen Besserung der Unruhe. Die nun akut durchgeführte Bildübung war cerebral unauffällig. Der Patient wurde nicht lysiert. Warum?
beschwerdefrei
D ie zufällig entdeckte "Optomotorikstörung" war asymptomatisch.
Es bestanden keine Doppelbilder, .
Wie heißt dieses klinisch Bild?
Orakel gegen Evidenz 3
in bezug auf diesen Fall
d as Orakel: "Die Kombination aus multiplen Schlaganfällen und erhöht Entzündungszeichen kann hinweisend für eine Endokarditis sein. Hier ist es hilfreich die transthorakale Echokardiographie als Neurologe akut selbst durchführen zu können. Diese zeigt zwar meist keine Vegetationen, häufig jedoch eine pathologische Funktion der Herzklappe. Mit diesem Vorbefund urgieren Sie die weiteren Schritte der Kardiologen um 1 bis 2 Tage.
Bei nachgewiesener Endokarditis keine Vollheparinisierung durchführen, da die septisch embolischen Infarkte häufig hämorrhagisch transformieren und unter Heparin stark einbluten können. Bei Aussicht auf eine klappenerhaltende Operation rasche Operation anstreben (innerhalb der ersten 4 Tage)". Herz vor Hirn.
M r. Evidenz: "die Herz vor Hirn Mentalität das Orakels bei embolischen Komplikationen von Endokarditis mit rascher OP innerhalb der ersten Tage wird in der Literatur erst seit wenigen Jahren unterstützt. Bei embolische Schlaganfällen ist das Blutungsrisiko durch die Herzlungenmaschine (Vollheparinisierung) theoretisch erhöht, praktisch gibt es keinen Hinweis für erhöhte Mortalität durch eine frühe Operation. Derzeit ist die frühe Operation an der Klappe mit Sanierung des Focus und eventuell klappen rekonstruierender Operation der medikamentösen Behandlung überlegen".
d as Orakel: "es gibt eine Situation in der die Herz vor Hirn Mentalität ins Wanken kommt. Sollte während der Abklärung ein mykotisches Aneurysma zur Darstellung kommen... Das genaue Procedere in diesem Fall wäre eventuell Aneurysma vor Herz je nach Größe und Lage des Aneurysmas".
M r. Evidenz: "no comment. Literature search is needed".
d as Orakel: "Die Kombination aus multiplen Schlaganfällen und erhöht Entzündungszeichen kann hinweisend für eine Endokarditis sein. Hier ist es hilfreich die transthorakale Echokardiographie als Neurologe akut selbst durchführen zu können. Diese zeigt zwar meist keine Vegetationen, häufig jedoch eine pathologische Funktion der Herzklappe. Mit diesem Vorbefund urgieren Sie die weiteren Schritte der Kardiologen um 1 bis 2 Tage.
Bei nachgewiesener Endokarditis keine Vollheparinisierung durchführen, da die septisch embolischen Infarkte häufig hämorrhagisch transformieren und unter Heparin stark einbluten können. Bei Aussicht auf eine klappenerhaltende Operation rasche Operation anstreben (innerhalb der ersten 4 Tage)". Herz vor Hirn.
M r. Evidenz: "die Herz vor Hirn Mentalität das Orakels bei embolischen Komplikationen von Endokarditis mit rascher OP innerhalb der ersten Tage wird in der Literatur erst seit wenigen Jahren unterstützt. Bei embolische Schlaganfällen ist das Blutungsrisiko durch die Herzlungenmaschine (Vollheparinisierung) theoretisch erhöht, praktisch gibt es keinen Hinweis für erhöhte Mortalität durch eine frühe Operation. Derzeit ist die frühe Operation an der Klappe mit Sanierung des Focus und eventuell klappen rekonstruierender Operation der medikamentösen Behandlung überlegen".
d as Orakel: "es gibt eine Situation in der die Herz vor Hirn Mentalität ins Wanken kommt. Sollte während der Abklärung ein mykotisches Aneurysma zur Darstellung kommen... Das genaue Procedere in diesem Fall wäre eventuell Aneurysma vor Herz je nach Größe und Lage des Aneurysmas".
M r. Evidenz: "no comment. Literature search is needed".
Herz- Hirn double-trouble 2
I m Anschluss an einige Tage Fieber und Gliederschmerzen bemerkte Frau F, 35j, ein Flimmern im rechten Gesichtsfeld sowie eine Schwäche der rechten Hand. Das Flimmern war reversibel, die geringe Schwäche persistierte. Im CT zeigte sich ein unauffälliger Befund, im MRT fanden sich multiple kleine embolische Infarkte im Media Territorium beidseits. Die transthorakale Echokardiographie zeigte eine Mitralklappeninsuffizienz Grad II, die transösophageale Echokardiographie bestätigte den Verdacht einer Mitralklappenendokarditis mit einer Vegetation von über 1 cm und paravalvulärem Leck. Im Labor bestand erhöhte Entzündung Zeichen (crp:5, Leukos: 14.000).
Orakel gegen Evidenz 2
in bezug auf diesen Fall
D as Orakel: "das Risiko nach Gehirnblutung unter AK Therapie wieder zu bluten, ist nicht wesentlich erhöht, als im Vergleich zu AK Therapie allein. An Patienten die zweimal deswegen kamen, kann ich mich nicht erinnern. Die Antikoagulation falls sie nötig ist kann nach circa 10 Tagen wieder begonnen werden, während dieses Zeitraumes ist auch das Thrombembolie Risiko gering, Schlaganfälle während dieses Zeitraumes sind selten. Trotz der Literatur welche auch für mechanische Klappen einen sicheren Zeitraum innerhalb der ersten 10 Tage ohne AK Therapie beschreibt, wäre ich bei mechanischen Klappen nervös solange sie nicht antikoagulierte sind."
M r. Evidenz: Liebes Orakel wie immer viel zu ungenau. Risiko das in % pro Patientenjahr gemessen wird, und netto nur gering ist, kann nicht mit der Erfahrung eines Menschen beurteilt werden. Dein Beitrag ist gut gemeint aber letztlich redundant. Das generelle Risiko von "major bleeding" bei Patienten unter AK Therapie liegt bei 2-3 % pro Jahr. Das Risiko erhöht sich bei alten Patienten und INR > 4. Nach einer Hirnblutung unter AK Therapie liegt das Risiko für eine neuerliche Blutung bei 2-4 % pro Jahr, dies jedoch deutlich abhängig von der Lokalisation der Blutung. Basalganglienblutungen welche hypertensiv bedingt sind haben eine geringere Rezidivrate (2 % pro Jahr) als lobär lokalisierte Hämatome welche durch eine Amyloid Angiopathie verursacht wurden (4 % pro Jahr). Demgegenüber steht das Thrombembolie Risiko bei Vorhofflimmern welches durchschn. bei 2-5 % pro Jahr liegt. Dieses Risiko kann man durch den CHADS2 Score noch genauer bestimmt werden. Bei null Punkten liegt das Risiko bei 1,9 % pro Jahr, bei sechs Punkten bei 18 % pro Jahr. Entsprechend einer Studie muss das Risiko der Thrombembolie über 7 % pro Jahr betragen um nach einer Basalganglienblutungen einen Wiederbeginn mit AK Therapie zu rechtfertigen. Bei Amyloid Angiopathie mit Lobärhämatom würde nach dieser Studie gar keine AK Therapie mehr begonnen werden. Derzeit gibt es Empfehlungen dass bei Patienten mit embolischen Schlaganfällen und Vorhofflimmern frühestens nach 10-14 Tagen mit der AK Therapie wieder begonnen werden kann.
Orakel gegen Evidenz 1
in bezug auf diesen Fall
D as Orakel: "Sintrom ist eine sichere Therapie, cerebrale Blutungen treten nicht überproportional auf, wir würden dann permanent antikoagulierte Patienten auf unsere Intensivstation sehen. Wehe aber man setzt Sintrom ab, zum Beispiel wegen eines Zahnarztbesuches, dann kommen die Probleme die wir dann auf unserer Stroke unit beobachten. Absetzen von Sintrom ist häufig mit Schlaganfällen verbunden".
M r. Evidenz: "Wie immer macht es sich das Orakel zu einfach. Sintrom erhöht signifikant das cerebrale Blutungsrisiko im Vergleich zur generellen Population. Erhöhte INR und höheres Alter sind klare Risikofaktoren für eine Blutung. Nach einer Blutung sind vor allem die ersten 24 h für den Patienten am gefährlichsten. Innerhalb der ersten 3 h kommt es zu einer Hämatomzunahme von einem Drittel bei circa 30 % der Patienten (insbesondere in der ersten Stunde). Aus diesem Grund sollte das erste Krankenhaus die Antagonisierung vornehmen und nicht erst das letzte Zentrum ("time matters in cerebral bleeding"). In den weiteren 20 h kommt es bei weiteren 12 % der Patienten zu einer Hämatomzunahme um 30 %. Insgesamt entwickeln circa 70 % der Patienten eine Größenzunahme innerhalb der ersten 24 h. Im ersten Tag nach der Blutung ist das Risiko der Größenzunahme der Blutung klar über dem der Thrombembolie bei VHF anzusetzen. Bei genauerer Untersuchung findet man aber venöse Thrombosen in 16 % der Patienten schon innerhalb der ersten 10 Tage nach stationärer Aufnahme. Soviel nur zur Akutphase. Es kommt aber der Tag an dem das Thrombembolierisiko das Blutungsrisiko einholen kann.
D as Orakel: "Sintrom ist eine sichere Therapie, cerebrale Blutungen treten nicht überproportional auf, wir würden dann permanent antikoagulierte Patienten auf unsere Intensivstation sehen. Wehe aber man setzt Sintrom ab, zum Beispiel wegen eines Zahnarztbesuches, dann kommen die Probleme die wir dann auf unserer Stroke unit beobachten. Absetzen von Sintrom ist häufig mit Schlaganfällen verbunden".
M r. Evidenz: "Wie immer macht es sich das Orakel zu einfach. Sintrom erhöht signifikant das cerebrale Blutungsrisiko im Vergleich zur generellen Population. Erhöhte INR und höheres Alter sind klare Risikofaktoren für eine Blutung. Nach einer Blutung sind vor allem die ersten 24 h für den Patienten am gefährlichsten. Innerhalb der ersten 3 h kommt es zu einer Hämatomzunahme von einem Drittel bei circa 30 % der Patienten (insbesondere in der ersten Stunde). Aus diesem Grund sollte das erste Krankenhaus die Antagonisierung vornehmen und nicht erst das letzte Zentrum ("time matters in cerebral bleeding"). In den weiteren 20 h kommt es bei weiteren 12 % der Patienten zu einer Hämatomzunahme um 30 %. Insgesamt entwickeln circa 70 % der Patienten eine Größenzunahme innerhalb der ersten 24 h. Im ersten Tag nach der Blutung ist das Risiko der Größenzunahme der Blutung klar über dem der Thrombembolie bei VHF anzusetzen. Bei genauerer Untersuchung findet man aber venöse Thrombosen in 16 % der Patienten schon innerhalb der ersten 10 Tage nach stationärer Aufnahme. Soviel nur zur Akutphase. Es kommt aber der Tag an dem das Thrombembolierisiko das Blutungsrisiko einholen kann.
Herz-Hirn double-trouble
V or einem Jahr hatte Herr F, 82j, ein plötzliches Gesichtsfeldsdefizit erlebt. Bildgebend kam ein Schlaganfall im Territorium der Arterie cerebri posterior zur Darstellung. Bei Vorhofflimmern und vermuteter Kardioembolie wurde eine Antikoagulation begonnen. Heute bemerkte er eine plötzlich aufgetretene leichte Lähmung der Hand und einen hängenden Mundwinkel rechtsseitig. Bildgebend kann eine kleine Stammganglienblutung zur Darstellung (Putamen, Globus palidum links ). Bei INR von 2,2 wurde, zur Antagonisierung von Sintrom, Vitamin K. (wirkt innerhalb von Stunden) sowie Prothrombin Komplex (wirkt innerhalb von Minuten) gegeben. Über die Nacht kam es zu einer leichten Zunahme der Blutung im CT jedoch nicht zu einer wesentlichen Verschlechterung des klinischen Zustandbildes. Die brachiofazial betonte Hemiparese blieb inkomplett, die Blutung reichte nur an die innere Kapsel heran ohne sie zu betreffen. Es stellte sich die Frage wie die weitere Sekundärprophylaxe des Patienten in Zukunft aussehen sollte. AK Therapie? Wann?
Sabixta post Dienst
post_Dienst_Sabixta
Letztlich sollten Sie jetzt in der Lage sein
klinische Muster auch dann noch zu erkennen
wenn Sie entstellt oder Sie selbst durch
Schlafdefizit eingeschränkt sind.
Im Anschluss an den Nachtdienst ist ihre Beurteilungsfähigkeit aber stark eingeschränkt.
Einfache Dinge verschwimmen dann.
zeit zum Gehen.
Letztlich sollten Sie jetzt in der Lage sein
klinische Muster auch dann noch zu erkennen
wenn Sie entstellt oder Sie selbst durch
Schlafdefizit eingeschränkt sind.
Im Anschluss an den Nachtdienst ist ihre Beurteilungsfähigkeit aber stark eingeschränkt.
Einfache Dinge verschwimmen dann.
zeit zum Gehen.
heavy Traffic Cerebellum
Während dysmetrisch und ataktische Patienten leichter zu diagnostizierten sind, vor allem wenn das Defizit plötzlich aufgetreten ist (vaskulär), sind Patienten mit vorwiegend vegetativer Symptomatik (Erbrechen), ungerichtetem Schwindel und nur geringem Nystagmus schwer zu diagnostizierten. Hier entsteht manchmal der Verdacht einer Gastroenteritis. In diesem Fall (Patient mit Erbrechen) lässt man den Patienten oft nicht aufstehen und übersieht dann auch die Ataxie. Es gibt Kleinhirninfarkte in denen die vegetative Symptomatik für den Patienten im Vordergrund steht.
Das Orakel: "Cave bei >Gastroenteritis< mit Nystagmus und übersehener Ataxie"
Siehe auch
Souques interosseous phenomenon
S ie sehen bei dieser geringen Parese der linken Hand das Zeichen von Souques mit geringer Extension der Fingergrundgelenke (gerade noch sichtbar hoffe ich).
zentrale Fallhand
Interosseous Phenomenon of Souques
K ortikale Paresen (a) der Hand (durch eine kleine Embolien in des Handareal der Präzentralregion) können schwer zur Fallhand (b) der Radialisparese abgrenzbar sein. Es gibt ein paar klinisch Muster die nur zur zentralen Parese passen: das Interosseous Phenomenon of Souques (c) beschreibt dass bei Elevation und Extension des (paretischen) Armes die Finger eine Hyperextension und Abduktion durchführen.
Weitere klinische Zeichen zentral bedingter Parese sind: Wartenberg Zeichen, Strümpell`s Pronator Zeichen und Strümpell´s Radialiszeichen (bei dem es bei Faustschluss zur Extension im Handgelenk kommt).
Weitere klinische Zeichen zentral bedingter Parese sind: Wartenberg Zeichen, Strümpell`s Pronator Zeichen und Strümpell´s Radialiszeichen (bei dem es bei Faustschluss zur Extension im Handgelenk kommt).
Blutung nach Lysetherapie
D er Patient wurde wegen eines Vorderwandinfarktes lysiert. Im Anschluss daran schilderten die Angehörigen dass er" anders" sei als früher. Eine genaue Definition worin die Veränderung bestand, konnte mir niemand geben, zum Zeitpunkt der Untersuchung war ich auch mit dem Patienten alleine. Im neurologischem Status zeigte er keine Dysarthrie, keine Aphasie, keine sensomotorisch Halbseitensymptomatik und keinen Babinski. Er beschrieb keine Kopfschmerzen. Die durchgeführte Bildgebung zeigte eine rechtsfrontale Blutung deren Ätiologie aus der nativ Bildgebung nicht geklärt werden konnte. Klinisch-neurologische war diese Läsion stumm. Zerebrale Blutungen, nach Lysetherapie bei Myokardinfarkt, sind eine seltene Komplikation welche in nur 0,5 % der Patienten beschrieben werden.
Mit der klinischen Untersuchung alleine hätte ich diese übersehen.
Mit der klinischen Untersuchung alleine hätte ich diese übersehen.
silent embolic strokes
Während das Handareal (a) genau in der Wasserscheide zwischen dem Media- und Anterior Territorium lokalisiert ist und sowohl hämodynamische als auch embolische Infarkte eine Schwäche der Hand verursachen, gibt es zahlreiche Läsionen (b,c) welche in klinisch stummen Arealen lokalisiert sind.Wenn sie kleine Punkte außerhalb des Handareals einzeichnen und sich Gedanken darüber machen was dort neurologische liegt wird Ihnen nicht sehr viel Neurologie dazu einfallen.
zu wenig Uhr
W ährend Hirnstammerkrankungen klare klinische Bilder mit Ausfällen der Hirnnerven und gekreuzten Bahnen erzeugen, sind hemispherielle Ausfälle manchmal klinisch stumm. Ein simples Gespräch, eine rasche Untersuchung der Motorik, Sprache und Sensibilität kann leicht den Eindruck "eines unauffälligen" Patienten erwecken. Die hier gezeigten Uhren stammen von solchen Patienten mit wenig fokaler Neurologie in der Erstuntersuchung, die Uhren waren klar auffällig. Der Uhrzeichentest ("zeichnen sie eine Uhr und stellen Sie die Zeiger auf 11:10 Uhr") ist unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Ausbildung und Alter. Er greift große Areale des Gehirns ab ohne jedoch eine klare Lokalisation der Pathologie anzuzeigen. Es ist erstaunlich wie wenig Uhr mancher Patient zeichnen kann obwohl er ihnen im Gespräch normal erschien.Noch etwas: nicht jeder Patient der eine Uhr schlecht zeichnet hat eine Demenz, der Test wurde zwar zur Untersuchung der Kognition vorwiegend verwendet, kann jedoch bei vielen supratentoriellen Erkrankungen oder Intoxikationen angewandt werden.
"Visuospatial errors were predominant in patients with right hemisphere damage, whereas time setting errors were predominant in patients with left hemisphere lesions". Daniel Tranel
Siehe auch, siehe auch
"Visuospatial errors were predominant in patients with right hemisphere damage, whereas time setting errors were predominant in patients with left hemisphere lesions". Daniel Tranel
Siehe auch, siehe auch
zu wenig
| Zeichnen Sie eine Uhr mit der Zeit 11:10 |
zuviel Rauch
Das Fest zur Matura feier war vorüber aber der junge Mann war nach wie vor "anders". Das klinische Bild änderte sich dann langsam, so wie auch die Uhr besser wurde.
viel zu wenig
S ie war schwer depressiv und psychomotorisch massiv verlangsamt. Sie war so langsam dass ich mich oft wunderte wie lange sie nicht mit-den-Augen-zwinkern konnte. Ich hört nur seltene Ja und Nein- Antworten, meist starrte sie uns an. Umso erstaunlicher war die Uhr die sie zeichnet, ohne Probleme, rasch und richtig.
Ich hatte sie unterschätzt.
Ich hatte sie unterschätzt.
zuviel im CT
D ieser Patient welcher im Gespräch unauffällig war, zeigte eine rechts temporo-occipitale Raumforderung.
zu viel Zucker
E r zeigt eine Hemichorea linksseitig, im Labor fiel einen Blutzucker um 800 mg/dl auf. Die Symptome entsprachen einer hyperglykämen hyperosmolaren Hemichorea. Zu diesem Zeitpunkt konnte man mit dem Patienten kommunizieren. Im Uhr Zeichen Test malte er folgendes Bild.
siehe auch diesen Patienten
siehe auch diesen Patienten
zu wenig Zucker
Zuwenig Uhr
S ie war sichtlich verwirrt obwohl keine Einsicht dafür bestand. Im Vorhalteversuch zeigte sie einen Flapping Tremor. Der Plan von ihr war es gewesen, dass sie für diesen Urlaub die gesamte psychiatrische Medikation in deutlicher Überdosierung einnahm um sicherzugehen dass keine psychiatrischen Symptome Sie im Urlaub stören würden. Dieser Plan hatte sie letztlich zu uns geführt. Sie hatte Lithium deutlich überdosiert und wäre beinahe zum dialysieren gewesen. Ich zeigte ihr die Uhr die Sie gezeichnet hatte. Sie war schockiert wie schlecht sie gemalt war und ließ sich nur mit diesem Argument zum dableiben überreden. Qualitativ bewusstseinsgestörte Menschen (Intoxikationen) sind oft schwer zum dableiben zu überreden. Manchmal hilft der Uhren Trick.
"Glaube Sie wirklich dass das eine richtig gezeichnete Uhr ist". >Nein<
"Wenn das wieder geht dürfen Sie wieder gehen" >OK dann <
Zuwenig & Zuviel
S ie kam regelmäßig in die Ambulanz wegen "Schwindel „. In der Vorgeschichte bestand eine Alkohol Erkrankung, Demenz und Polyneuropathie. An diesem Abend war sie wieder da. Die Anamnese war "so wie immer" auffallend war die geringe Instabilität im Vorhalteversuch der rechten Hand (hätte man übersehen können, fluktuierend) und ein Spontan-Babinski rechts. Am äußeren Erscheinungsbild fiel eine kleine Beule am Kopf auf. Die Patientin hatte deutlich zu wenig Neurologie für das was sie deutlich zu viel im CT zeigte.
Was war zu viel?
siehe auch
Was war zu viel?
siehe auch
Zuviel
E r hatte eine Hemiparese re und eine Okulomotoriusparese links.Was war zuviel am rechten Auge?
Die Lidretraktion am rechten Auge war zu viel. Linksseitig zeigte der Patient eine Okulomotoriusparese mit Ptose und rechtsseitig ein Collier Zeichen. Man kann dieses klinische Bild auch Plus-Minus Syndrom nennen.
Minus: Ptose
Plus: Lidretraktion
siehe auch diesen Link
Zuwenig
D er junge Mann entwickelte Episoden mit Ptose, Miose und zeigte dabei ein gerötetes Auge links. Schmerzen oder Hirnstammausfälle bestanden keine. Die Symptome dauerten 15 min bis 1 h. Man konnte die Beschwerden durch einen Hub Nitro auslösen.
Was war zu wenig und was entwickelte der Patient einen Monat später?
Was war zu wenig und was entwickelte der Patient einen Monat später?
Zuwenig
D as Kind hatte unter anderem zwei verschiedene Augenfarben.
Was war zuwenig und "what happened as a baby" ?
Was war zuwenig und "what happened as a baby" ?
Zuviel
D er junge Mann war unruhig, ängstlich, versteckte sich unter dem Bett. Manchmal redete er mit sich selbst und halluzinierte vermutlich. Die Zunge war völlig ausgetrocknet, die Sprache leise, wirr.
Er hatte erhöhte Temperatur (38,5 grd.), weite Pupillen, und war tachykard (120/min). Die Lumbalpunktion zum Ausschluß einer Encephalitis war schwer durchführbar und unauffällig.
Was war zuviel?
Er hatte erhöhte Temperatur (38,5 grd.), weite Pupillen, und war tachykard (120/min). Die Lumbalpunktion zum Ausschluß einer Encephalitis war schwer durchführbar und unauffällig.
Was war zuviel?
Fehler in der stillen Post
A ngenommen der Patient weiß was er empfindet, kann es auch sprachlich mitteilen.
Angenommen Sie würden das Gesagte auch verstehen, ein Krankheitsbild erkennen und eine Behandlung wäre vorhanden.
Aber wie sollen Sie einem anderen Arzt, den Sie beaufsichtigen, glauben, dass er verstanden hat was der Patient vielleicht gesagt, dessen Krankheitsbild er vielleicht verstanden hat und dessen Therapie Sie jetzt mit entscheiden sollen, gefasst und gegossen in einen Arztbrief, den Sie dann unterschreiben. Als hätten Sie diesen Menschen je selbst gesehen. Wie könnte man diese Kette der stillen Post kürzen?
Fehler die schwer sind
I ch kam zum Bett, der Patient hatte einen GM-Anfall.
Plötzlich drehte er sich nach links, und wäre aus dem Bett gefallen.
Jemand hatte die Gitter hinauf gezogen, gerade noch. Ich nicht.
Fehler durch Unwissenheit
E r konnte plötzlich die Arme nicht mehr heben.
Wie Pinguinflügel hingen sie herab, dann war alles wieder rückgebildet.
Da ich das Krankheitsbild nicht kannte, dachte ich, er hätte eine "funktionelle"
Störung. Es ging dann noch weiter (hier klicken).
Wie Pinguinflügel hingen sie herab, dann war alles wieder rückgebildet.
Da ich das Krankheitsbild nicht kannte, dachte ich, er hätte eine "funktionelle"
Störung. Es ging dann noch weiter (hier klicken).
Fehler durch komplexes Denken
E r sprach nicht, befolgte nicht, schaute umher.Teils hielt er die Arme bizarr weggestreckt, manchmal wippte er das Becken.
"Fokal-komplexer-Anfall" der Epileptologe
"Thalamusinfarkt" der Strokologe
"Encephalitis" der Intensivneurologe
"Vergiftet" der Internist
"man erkennt nur was man kennt" das Orakel
Er hatte nichts von alledem sondern etwas Simples....
Fehler im Wahrnehmen eines Problems

S eit dem Schlaganfall vor einem Jahr war seine Sprache sehr eingeschränkt durch die Aphasie.
In dieser Nacht wurde er im Heim sehr unruhig und rief oft nach der Pflege. Später wurde er apathisch und es kamen keine Wortlaute mehr.
Keine Sprache = Schlaganfall. Er kam mit Verdacht auf "Reinsult".
Die (verwackelte) Bildgebung war unauffällig, das Labor ebenso. Sonographisch zeigte sich dann eine massiv gestaute Harnblase.
Fehler im Glauben an die erste Beurteilung
E r kam täglich abends zur Schmerzinfusion wegen der "Cervicalgie".
Verschiedene Ärzte "nahmen Ihn zur Kenntnis".
Bei einmal definierter Diagnose und festgelegtem Procedere
war alles weitere klar.
Die Beschwerden wurden auch nach der 5. Infusion nicht besser.
Ein abgenommenes Labor zeigte erhöhte Entzündungszeichen.
Die Lumbalpunktion ergab den Hinweis für eine spinale SAB.
Fehler der Kommunikation durch Krankheit
D er Patient war im OFF. Durch die Parkinsonerkrankung konnte er sich nicht mehr mitteilen.
Er war im Kaufhaus zusammengebrochen, auffallend die Sinustachykardie, hämodynamisch druckstabil.
Es fand sich kein Grund für die Tachykardie, die Pupillen waren weit. Der Patient war im Stress.
Nach Analgosedierung zeigte sich im CT eine SAB.
Fehler der falschen Fragen
A m Vortag: "Haben Sie Kopfschmerzen" >ja<
"Sind es die Ihnen bekannten Beschwerden" >ja<
"Leiden Sie unter Migraene" >ja<
"Ist das Ihre bekannte Migraene" >ja<
Die junge Frau kam am nächsten Tag wieder, bei "bekannter" Migraene.
Sie sprach kaum Deutsch. Die eigentliche Geschicht wäre eine völlig andere gewesen. Bildgebend kam ein grosser PICA-Infarkt zur Darstellung bei Vertebralisdissektion.
Fehler im Gespräch
I ch verstand nur ein Wort. Letzlich zeigte er auf sein Ohr/Hinterkopf und meinte "Brummen". Wir einigten uns auf "Ohrgeräusch". Zumindest die Region war jetzt klar. Mir schien, dass er glaubte, seine und meine physische Präsenz reichen aus, um zum Punkt zu kommen. Ein Gespräch fand nicht statt, nur Wörter wurden gewechselt. Ein Dolmetscher war nicht mitgekommen,er selbst konnte kaum Deutsch, ich nicht Türkisch.Das Orakel war sicher dass "alles echt" war, nur was? In der Bildgebung (eine Woche später) kam das große chronische Subduralhämatom zur Darstellung mit ca. 1 cm Mittellinienverschiebung. Im Status konnte ich es auch nachträglich nicht entdecken (einzig der Palmomentalreflex zeigte eine Asymmetrie).
Im zweiten Gespräch, jetzt mit Begleitung, schilderte er einen geringen Verkehrsunfall vor 1 Monat, leichte anhaltende Kopfschmerzen und das Ohrgeräusch. Er wurde operiert.
Ein Chronisches Subduralhämatom ist schwer im Status zu "erklopfen",und in Kombination mit fehlender Kommunikation noch schwerer zu entdecken.
Motorik
K aum etwas kann die Motorik und Koordination des Menschen besser visualisieren als
dieses You Tube Video von smalin, : Debussy, Arabesque #1, Piano Solo (animation ver. 2)





































